Allgemeine Lerntipps

Manchmal hilft es schon, einige Tricks zum Lernen allgemein und zur Erledigung der Hausaufgaben zu kennen, um die häusliche Arbeit et-was zu erleichtern und dem Kind eine grundlegende Struktur und Organisation seines Lernens nahezubringen:

  • feste Arbeitszeiten am Nachmittag vereinbaren und einüben
    (-> Gewöhnungseffekt sorgt längerfristig für weniger Diskussionen)
  • Vom Leichten zum Schweren (das Gehirn überwindet den Lern-widerstand leichter, wenn es etwas macht, das es schon kennt)
  • Nach 20 Minuten eine kurze Pause machen (etwas Wasser trinken, kurze Bewegungseinheit)
  • Keine ähnlichen Lerninhalte nacheinander lernen (-> Ähnlichkeitshemmung!). Lernt man beispielsweise Merksätze zuerst in HSU und dann in Deutsch, werden die zuerst gelernten Inhalte überlagert und nicht mehr erinnert.

    Besser: Merksätze in HSU lernen, Rechenaufgaben in Mathematik lösen, Pause, Merksätze in Deutsch lernen und anwenden.

    Am Abend nochmal HSU wiederholen.

  • Lernen in kleinen Portionen.
    Kein Kind kann den kompletten Stoffbereich in HSU für die nächste Probe gut behalten und anwenden, wenn es erst am Tag vor der Probearbeit mit dem Lernen beginnt. Daher regelmäßig die neuen Hefteinträge lernen, die vorhergehenden Einträge wiederholen und durchlesen. Dann kann man Verwechslungen und Ungenauigkeiten besser vermeiden.
  • Wichtig:
    Sorgen Sie für eine positive und entspannte Lernatmosphäre. Ihre eigene Stimmung und Ungeduld übertragen sich negativ auf Ihr Kind und hemmen die Lernfähigkeit. Versuchen Sie, an etwas Schönes oder Neutrales (z.B. Bäume) zu denken, wenn Sie mit Ihrem Kind am Tisch sitzen.
  • Nutzen Sie die Bewegungsfreude Ihres Kindes beim Lernen. Inhalte die kurz zusammengefasst auf Post-it-Zetteln in der Wohnung verteilt sind. Lernwörter, die auf Karteikarten im Wohnzimmer liegen und bis zum Arbeitsplatz des Kindes gemerkt und nach dem Notieren verglichen werden müssen.
  • Einmaleinsaufgaben, die auf der Treppe abgefragt werden (richtig – eine Stufe nach oben, falsch – eine Stufe nach unten),…
    Diese Übungen bringen Spaß und Abwechslung in die Lernarbeit. Seien Sie kreativ, Sie kennen Ihr Kind am besten!
  • Einen Aufgabenplan mit Belohnungssystem für das Kind gut sichtbar aufhängen.
    Die Aufgaben sollten klar umrissen und dem Kind genau erklärt werden. Für gute Erledigung gibt es bunte Klebepunkte, die das Kind in verschiedene positive Dinge umtauschen kann, z.B. Schwimmbadbesuch mit Mama und Papa, oder andere reizvolle Unternehmungen.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind bei der sauberen und übersichtlichen Gestaltung seiner Einträge und weisen Sie es auf die Rechtschreibung hin. Das Gehirn speichert Inhalte auch mit optischen Reizen und Formen.
    Und ganz praktisch: ein schön gestaltetes Bilderbuch blättert man sich auch lieber durch als einen durchgehend geschriebenen Roman.

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